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Dow Jones, Gold und Anzüge

Jeder Aktienbesitzer weiß, wie schwierig es ist, den optimalen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt zu finden. Das gilt besonders für zyklische Titel wie Chemiewerte oder Autohersteller, deren Gewinne sehr stark von der Konjunktur abhängig sind. Ein Bekannter, der schon seit über 20 Jahren an der Börse aktiv ist, hat mir zu dem Thema einmal eine verblüffend einfache Regel genannt. Seiner Beobachtung nach muss man sich nur das Verhältnis des Goldkurses zum Dow Jones (in Dollar) anschauen. Liegt es zwischen 1:5 und 1:10, sollte man Aktien kaufen. Liegt es zwischen 1:10 und 1:20, hält man am besten die Füße still. Über 1:20 sollte man vor allem die zyklischen Aktienpositionen abbauen.

Es hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert: Während der Goldpreis früher sank, sobald die Konjunktur wieder in die Spur kam, laufen seit der Finanzkrise beide Kurse parallel nach oben. Das wirft natürlich ein neues Licht auf diese Börsenregel – allerdings nur scheinbar, denn hier kommt der Anzug ins Spiel: Schon zur Goldgräberzeit im Wilden Westen konnte man sich von einer Unze Gold einen Maßanzug kaufen – und das hat sich bis heute nicht geändert. Gold ist also nach wie vor nicht überbewertet. Auch der Aktienmarkt ist nicht zu teuer, denn das aktuelle Verhältnis von Gold zu Dow liegt bei 1:8. Die parallele Entwicklung beider Kurse zeigt, wie es um den Dollar und damit auch die anderen Währungen bestellt ist. Man sollte sein Geld möglichst schnell in Sachwerte investieren, denn die Geldentwertung ist schon heute wesentlich höher, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen.

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